Nun doch:
Es ist Sonntag, 09 Uhr morgens, Ich sitze mit meinem Laptop auf meinem Schoß bei meinem Morgenkaffee auf dem Balkon. Über meinen Schlafanzug habe ich meinen 200-Tage/Jahr-Pulli an und darüber eine dicke Fleecejacke. Es ist sonnig aber den eisigen Wind merke ich durch meine dünne Schlafanzugshose und an meiner linken Hand bei Schreiben. Die liegt anscheinend im Windschatten.
Ich habe gestern mein Klassentreffen versäumt. Zum Einen war ich spät dran und wäre 1,5h zu spät gekommen, zum Anderen hatte ich das Gefühl, meine Tochter braucht mich, dann war das mit dem Corona und meinem Sohn (ich möchte es nicht weiter verbreiten) und nun ja; ich glaube; ich hatte keine Lust mehr.
Wer sind diese Leute, mit denen ich 2,5 Jahre meines jungen Lebens verbracht habe?
Ich weiß es nicht.
Was nutzt mir ein Kontakt zu denen, den ich sonst nicht habe?
Ich weiß es nicht
und nun werde ich es auch nicht erfahren. Ist das nun schlimm?
Ich weiß es nicht.
Ich war kein herausragender Schüler, hatte nur eine Freundin, im letzten Jahr wurden es dann etwas mehr aber das lag wohl an meinem Schlagzeugspiel in der Band. Und dann war die Schule plötzlich vorbei. Einfach so… Und nun, 30 Jahre später überlege ich, ob es Sinn macht, diese mir eigentlich unbekannten Leute zu treffen. Schon komisch.
Mit meinen Kollegen bin ich viel länger und auch enger zusammen und dennoch mag ich sie gerade nicht sehen. Ich hatte die Nacht einen Traum,
Mich plagte es, zuhause zu sitzen und irgendwie schleppte ich mich mit meinen Fußschmerz zur Arbeit. Dort hatte sich vieles verändert. Ich machte das Waffeleisen scharf, in dem noch Reste mit klebten. Eingewickelt in dem alten Waffelteig waren zwei abgeschnittene Finger (ein Überbleibsel vom letzten Tatort). Da es sich offensichtlich um Beweismaterial handelte, musste ich diese vom Teig trennen, dann viel mir einer in den Mülleimer… Aber diese Passage des Traumes hatte keine Bedeutung. Vielmehr das:
Alle Kollegen trudelten ein zur gemeinsamen Besprechung, viele stellten etwas zu essen auf den Tisch und dann wurde ich plötzlich rausgeworfen; Du nicht!
Ich stand da wie Bleppo (woher kommt eigentlich dieser Sprachgebrauch?)
Dann sollte ich in ein Führungskräftezimmer, mir gegenüber nahmen drei, mir unbekannte Leute Platz, eine schaute ganz freundlich und war Funkerin. Soll ich jetzt Funker werden? Dann wurden Flyer von „Brügge“ verteilt, warum Brügge??
Noch bevor ich meinen Flyer öffnen konnte, kam meine Chefin, entriss mir diesen, mit der Anmerkung, das sei nichts für mich und wieso ich eigentlich dort sei. Mit diesem unguten Gefühl, nirgend dazu zu gehören und dem Gefühl, mich bei meinen Kollegn entschuldigen zu müssen bei meinen, die mein Fernbleiben nicht verstehen und meinem inneren Schweinehund, der immer wieder sagt: „Wozu? Du hast nichts falsch gemacht!“ wachte ich auf und es war hell.
Es war offenbar eine gute Idee, den Mops in der Nacht im Bad einzusperren.



Fünf Schüsse mit Auflage, fünf ohne – und alle im Schwarzen. Hab ich mir fest vorgenommen, und zack, hat geklappt! Und tatsächlich, könnte ich in der Kreisliga mitmachen. Beim Schießen zahlt sich mein Ruhepuls wirklich aus…soll ich?








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